Tattoo, Piercing und Co. – Körperschmuck ist bei Jugendlichen stark im Rennen. Was tun, wenn sich das Kind plötzlich piercen lassen möchte?
Die Stars machen es vor und Jugendliche machen es nach, oder wollen es zumindest. Auch in der Schule gilt häufig der als langweilig und „out“, der die Mode gerade nicht mitmachen kann. Doch vieles, was der Nachwuchs will, ist entweder gesetzlich verboten oder die Jugendlichen brauchen die Zustimmung der Erziehungsberechtigten.
Und plötzlich will sich der Nachwuchs piercen lassen…
Sich die Augenbrauen, Bauchnabel, Zunge und andere Körperteile durchstechen und mit Schmucksteinen verzieren zu lassen, ist nicht erst seit diesem Jahr Trend der Mode. Grad in der Pubertät scheinen Piercings ein wahres „Muss“ zu sein. weiterlesen »
Ihr Nachwuchs verbringt immer mehr Zeit zurückgezogen vor dem Computer. Könnte eine Internetsucht vorliegen?
Bei der Beantwortung dieser Frage sollte man zunächst eines beachten: Die Zeit alleine, die im Internet verbracht wird, ist kein eindeutiges Indiz für eine Sucht! Wo vor dem Internet-Zeitalter weite Wege nötig waren, lassen sich heute viele Aufgaben online erledigen. Wir schreiben E-Mails, statt Briefe, kaufen in Online-Portalen ein, statt ins Kaufhaus zu gehen, recherchieren und kommunizieren im Internet.
Entscheidend sind vor allem folgende Faktoren:
Süchtige haben kaum Kontrolle über ihren Nutzungszeitraum. Versuche, die Zeit im Internet zu unterbrechen oder zu verkürzen scheitern. Entzugserscheinungen wie Nervosität oder Gereiztheit treten bei einer vorübergehenden Pause auf. Immer mehr Aktivitäten werden auf das Internet verlagert und die Zeit im virtuellen Raum steigt enorm. Negative Auswirkungen auf soziale Beziehungen und das Leistungsvermögen zum Beispiel in der Schule, stellen sich als Konsequenz ein. weiterlesen »
Einen Wunschzettel zu schreiben gehört in die Weihnachtszeit wie ein Adventskranz oder Lebkuchen. Diese Tradition macht Kindern nicht nur Spaß, sondern hilft Eltern, das richtige Geschenk für ihren Nachwuchs auszusuchen.
Natürlich wissen Jugendliche schon seit langem, dass die Geschichten vom Weihnachtsmann und Co. reine Erfindungen sind und dass es die Eltern sind, die die Weihnachtsgeschenke bringen. Doch sind es meistens auch die Jugendlichen, die genau wissen, was sie sich wünschen und durchaus empfindlich reagieren können, wenn sie einen besonders dringenden Wunsch nicht erfüllt bekommen.
Da können über die Kindertage hinaus Wunschzettel helfen. Jugendliche formulieren, was sie sich wünschen und ihren Familien wird die Auswahl erleichtert. weiterlesen »
Laut Statistik trinken jedes Jahr 750.000 Menschen zum ersten Mal Alkohol. Schon sehr früh kommen Kinder mit Alkohol in Kontakt. Sogar in Lebensmitteln und Süßigkeiten ist die süchtigmachende Droge enthalten.
Ja, Alkohol ist eine Droge, auch wenn in den statistischen Zahlen immer nur von illegalen Drogen die Rede ist, von denen, von den man süchtig oder abhängig wird.
In Lebensmitteln wie Ketchup, Marzipan oder Milchschnitte werden zur verbesserten Haltbarkeit geringe Mengen Alkohol zugefügt. So wurden beispielweise in Milchschnitte, Kinder Pingui, Kinder Bueno und Kinder Maxi King 0,9 bis 2 g Alkohol nachgewiesen und in Milka Tender mit 7,7 und Yes-Törtchen mit 5,4 g pro Kilo sogar noch mehr.
Vor allem in der Pubertät ist es für Jugendliche besonders schwer. Von äußeren Einflüssen gelenkt, versuchen sie sich von ihren Eltern zu entfernen, können aber in der Welt der Erwachsenen noch nicht bestehen. Gerade in dieser schwierigen Phase ist es wichtig, dass sie als Elternteil viel Zeit für ihr Kind haben und ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. weiterlesen »
Essstörungen bezeichnen Verhaltensstörungen, die mit ernsthaften und langfristigen Gesundheitsschäden verbunden sind. Die erkrankten Personen beschäftigen sich die meiste Zeit des Tages mit dem Thema Essen.
Diese Zwangsstörung betrifft die Nahrungsaufnahme oder deren Verweigerung. Die Psyche und die Einstellung zum eigenen Körper sind entscheidende Auslöser einer Essstörung. Besonders bei jungen Mädchen in der Pubertät tritt diese Krankheit häufig auf. Sie fühlen sich missverstanden oder nicht so hübsch und schlank wie andere Mädchen in der Schule und beginnen sich das Essen abzugewöhnen oder unregelmäßig zu essen.
Die bekannteste Essstörung ist die Ess-Brech-Sucht. Aber auch Magersucht und Fressattacken zählen dazu. Bei der Ess-Brech-Sucht sind die Betroffenen meist Normalgewichtig, haben aber panische Angst davor zuzunehmen. Um dem entgegen zu wirken erbrechen sie nach dem Essen, treiben viel Sport, verwenden Abführmittel oder Fasten.
Der Körper kann so natürlich nicht alle für ihn wichtigen Stoffe aufnehmen und macht dies auch deutlich. Die erkrankte Person bekommt Fressattacken und gerät somit in eine Stresssituation, wogegen das Erbrechen als Entspannung empfunden wird.
Wenn sie bei ihrem Kind etwas in dieser Richtung bemerken, sollten sie umgehend einen Arzt aufsuchen und sich beraten lassen.
Die Frühreife bei den heutigen Jugendlichen fällt immer mehr Leuten auf. Mädchen mit Zwölf oder Dreizehn kleiden sich – zum Kummer ihrer Eltern – meist schon wie junge Erwachsene. Ist das noch normal?
Das ist vermutlich nicht nur normal, sondern gehört zu der Entwicklung des Menschen. So haben Wissenschaftler vor 140 Jahren bereits eine derartige Beobachtung gemacht. Selbst Statistiken werden dementsprechend angepasst: Kinder kommen immer früher in die Pubertät.
Während die Mädchen bei Mädchen im Jahre 1860 die erste Periode mit 16,6 Jahren bekamen, lag es 1920 bereits bei 14,6 Jahren. Die letzte Erhebung war 1994. Hier konnten man ein Durchschnittsalter von 12,2 Jahren ermitteln. Statistisch gesehen könnte der Wert im Jahre 2010 bei 12, 2 Jahren liegen.
Das alte Sprichwort, dass Mädchen den Jungen zwei Jahre voraus sind, könnte nun auch gebrochen werden. Nicht nur dass dieser Trend auch bei Jungen zu finden ist, sie gleichen sich zudem immer näher an. So sind aus den bekannten zwei Jahren, zwei Monate geworden. Statistisch bekommen die Jungs ihren ersten Samenerguss bereits mit 14,8 Jahren – so die Erhebung 1994.
Die Ursache sehen Sexualwissenschaftler in der immer besser werdenden Ernährung. Diese trägt aber auch Gefahren in sich. Denn dieselben Forscher warnen ebenfalls vor Überfettung. Je dicker eine Person ist, desto eher entwickeln sich in den entsprechenden Drüsen die Hormone.
Seit Anfang 2008 ist in Baden-Württemberg der Erwerb eines Führerscheins mit 17 Jahren möglich. Damit nimmt auch das letzte Bundesland am neuen Modellversuch in Deutschland teil und der Führerschein ab 17 ist bundesweit verfügbar.
Jugendliche können bereits mit sechzehneinhalb Jahren mit den Fahrstunden beginnen und ihre Prüfung direkt nach dem 17. Geburtstag ablegen. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres dürfen sie dann von A Klasse bis Rolls Royce alles fahren, was PKW ist – in Begleitung. Die Ferien ohne Eltern bleiben also weiterhin autofrei. An den Begleiter werden einige Anforderungen gestellt: So muss dieser mindestens 30 Jahre alt sein, höchstens 3 Punkte in Flensburg haben und seinen Führerschein bereits fünf Jahre lang besitzen.
Kritiker im ganzen Land jaulten unison über die zu erwartenden Folgen: Da wurden Bilder beschwört von betrunkenen Jugendlichen, von aus dem Auto heraus randalierenden Jugendlichen, von steigenden Unfallzahlen. Für mich hat das ganz schön gezeigt, wieviel wir unseren Kindern heutzutage zutrauen. Vielleicht wurden die Kritiken auch von Leuten geschrieben, die Jugendliche nur vom Fahrersitz ihrer B-Klasse aus kennen…
Wie auch immer, die Realität spricht eine ganz andere Sprache. Die Unfälle bei Fahranfängern sind drastisch zurückgegangen. Außerdem verbessert das Projekt das Verhältnis zwischen Kind und Eltern, weil diese sich nun als Fahrbegleiter mehr Zeit für ihren Sprössling nehmen. Die Zielsetzung war ja von Anfang an nicht primär, mehr junge Leute ans Steuer zu lassen, sondern durch behutsamere Heranführung derJugendlichen ans Autofahren die Unfallquote zu senken. Das ist gelungen und damit ist das Projekt in meinen Augen ein voller Erfolg.
Ein Verbot für Schönheits-OPs bei Kindern und Jugendlichen, dieser Forderung schlossen sich Politiker und medizinische Experten am Mittwoch bei einer offenen Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags an. Außerdem verboten werden sollen Piercings und Tätowierungen bei Minderjährigen.
Damit reagieren die Antragsteller auf einen beunruhigenden Trend aus den USA. Dort ist es mittlerweile in manchen Kreisen Usus, seinem Sprössling eine Brustvergrößerung oder Nasenkorrektur zum erfolgreichen Schulabschluss zu schenken.
So werden Schönheitsoperationen immer mehr Teil des Alltags. In Deutschland sollen immer mehr Jugendliche zu 14 oder 15 Jahren Piercings tragen oder Schönheits-OPs hinter sich haben. Diesem Trend möchte unter anderem SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach entgegenwirken. “Man muss davon ausgehen, dass es um die 100.000 fragwürdige Eingriffe pro Jahr bei den Jugendlichen und Kindern gibt, das heißt, bei den unter 16-Jährigen.” so ein Zitat Lauterbachs aus diesem NDR-Interview vom Montag.
Vor allem geht es ihm wohl darum, die Operationen einzudämmen. Seiner Meinung nach gibt es zu wenig Selbstbeschränkung der deutschen Ärzte.
Ich war ehrlich gesagt etwas baff, als ich das gelesen habe. Würden Sie ernsthaft ihr Kind zu einer Schönheits- OP schicken? Dann schalten Sie gefälligst mal den Fernseher ab und raus an die frische Luft! Erziehungshilfe vom Jugendamt hilft vielleicht auch… Ansonsten kann ich mir nur vorstellen, dass viele sich heimlich was zusammensparen und dann ihre Eltern vor vollendete Tatsachen stellen.
Dabei sind Operationen an einem Körper, der mitten in der Entwicklung steckt, dumm und gefährlich. Woher will das Mädchen denn wissen, wie groß seine Brust in drei Jahren sein wird? Oder ob die schiefe Nase des Jungen durch dickere Wangen, einen größeren Kopf, gesteigertes Selbstbewusstsein etc wieder ausgeglichen werden wird? Und welcher Arzt kann schon mit Sicherheit sagen, ob es risikofrei ist, einem noch nicht ausgewachsenen Menschen die Knochen zu brechen, um sie dann wieder “gerade” zusammenwachsen zu lassen – aus ästhetischen Gründen?
In jedem Fall ist dieses Verbot sinnvoll – traurig für die deutsche Ärzteschaft, dass es überhaupt benötigt wird!
Viele Aspekte des Lebens in der Großstadt sind mehr oder weniger geprägt von Angst. Hier nicht hingehen, dort nicht einkaufen, seine Kinder nicht in die und die Gegend schicken, nachts aufpassen… Dabei ist gerade Deutschland trotz vieler Problemzonen im internationalen Vergleich sehr harmlos, was das Großstadtleben angeht.
Trotzdem: Als Eltern eines Großstadtjugendlichen hat man es nicht gerade leicht. Noch viel mehr als auf dem Dorf oder einer Kleinstadt ist der Pubertätszögling Einflüssen ausgesetzt, die vielem widersprechen, was zu Hause vermittelt wurde. Viele Eltern schwanken zwischen zwei Extremen: Die einen ziehen beim ersten Anzeichen sofort die Notbremse, die anderen setzen auf antiautoritäre Erziehung und mischen sich überhaupt nicht ein.
Meistens weiß man selbst nicht genau, welchen Einflüssen das eigene Kind so ausgesetzt ist. Meistens denkt man gar nicht mehr in “Einflüssen”, sondern nur noch in potentiellen “Gefahren”, eben weil man überhaupt keine Ahnung hat, was die Jugendlichen abends vorhaben. Die Parties und Clubs, die favorisiert werden, sind nicht die eigenen und sowieso sind Eltern meistens berufstätig und kennen sich in welcher “Szene” auch immer nicht mehr wirklich aus.
Wie soll man also reagieren, wenn die 13jährige Tochter mit einem Minirock im Stil von Paris Hilton angetan Richtung Disco abzischen will, oder der 14jährige Sohn jeden Tag völlig bekifft von der Schule nach Hause kommt? Hausarrest? Das hält nicht lange vor. Mal laufen lassen? Das wäre unverantwortlich und dumm.
Man muss sich zuerst mal mit dem Thema auseinandersetzen. Die meisten Kinder reagieren auf autoritäres Nachfragen nicht sonderlich ehrlich: “Wo gehst du hin?” “Nur zu Sandra, wir schauen Videos”, kommt Ihnen bekannt vor? Was nicht hilft: Bei Sandra anrufen, sobald zwei Stunden vergangen sind, und kontrollieren, ob die Story stimmt. Das zeigt dem Kind nur, dass Sie ihm keinen Schritt trauen. Beim nächsten Mal wird sich Sandras Schwester melden und die Geschichte bestätigen – gleichzeitig haben Sie als Eltern Vertrauen verloren. Auch wenn Sie dem Kind nicht trauen können – wenn das Kind das Gefühl hat, dass Sie es für einen guten Menschen halten, ist schon viel gewonnen.
Sie müssen sich außerdem damit abfinden, dass Sie nicht mehr wie früher alles bestimmen können. Lassen Sie in bestimmten Bereichen die Zügel locker, in Sachen Kleidung, Nahrung und Schlafgewohnheiten beispielsweise. Dafür verbitten Sie sich andere Dinge. Das funktioniert aber meistens nur noch zu Hause, außerhalb des Heims ist der Jugendliche außerhalb ihres Kontrollraumes. Wichtig: Wenn Sie etwas verbieten, informieren Sie sich vorher, wie realistisch es ist, dass das Verbot durchgehalten wird. “Du gehst nie mehr mit deinen Freunden weg” ist Schwachsinn, auch wenn man es nur im Affekt sagt. “Ich verbiete dir, so rumzulaufen” bringt auch wenig bis nichts. Schaffen Sie Zusagen, die Sie mit Restriktionen koppeln. “Wenn du um drei zurück bist, kannst du gehen.” beispielsweise. Und ganz wichtig: Vergessen Sie nie, dem Kind viel Spaß zu wünschen und nach der Verhandlung über die Möglichkeiten zu signalisieren, dass alles klar ist.
Überhaupt kann man durch ein gesundes Miteinander zu Hause vieles ausgleichen, was den Jugendlichen in der Großstadt irritiert. Glauben Sie an sich, glauben Sie vor allem an Ihr Kind und bleiben Sie im Ernstfall hartnäckig.
Sie ist wohl die schwierigste Zeit für die Beziehung zwischen Kind und Eltern. Wird die Pubertät problemlos überstanden, können Eltern mit Fug und Recht behaupten, ihr Kind in das Erwachsenenleben begleitet zu haben.
Die ersten Konfliktsituationen entstehen meist im Alter zwischen zehn und dreizehn Jahren. Die Kinder reagieren launisch, sind unbeteiligt und verschlossen. Das demonstrative Rumhängen, die scheinbare Gedankenlosigkeit und die Vernachlässigung der häuslichen Pflichten läuten eine Phase ein, die von Konfrontation und Missverständnissen geprägt ist.
Im Alter von 18 Jahren ist die Findungsphase in den meisten Fällen wieder überstanden, allerdings muss man als Eltern aufpassen, dass die Gräben zwischen ihnen und dem Kind nicht allzu groß geworden sind.
Grundlegende Tipps für die Bewältigung der Pubertät gibt es nicht, da jeder Mensch ganz individuell in seiner Entwicklung voranschreitet. Als Eltern heißt es zunächst Ruhe bewahren, persönliche Angriffe abperlen lassen und sich von der Familienidylle verabschieden. Das Kind begibt sich auf die Suche nach der eigenen Persönlichkeit und wird sich mit Sicherheit nicht an Ihnen orientieren, denn Eltern gelten in diesem Alter eher als peinlich und nicht trendbeständig. Die Autorität wird gerne untergraben, allerdings muss man darauf achten, dass alles in geordneten Bahnen verläuft. Diese Balance zwischen dem Kind seine Freiheit gewähren und ihm eine ordentlich Erziehung zu ermöglichen ist die wahre Kunst.
Das Austesten der neuen Grenzen, das Entdecken von anderen Bezugspersonen und die Rollenverteilung in der Familie aufzuteilen sind in diesem Alter elementar. Ganz wichtig ist die Kommunikation, die sicherlich nicht einfach sein wird, aber für ein harmonisches Familienleben unabdingbar ist.