Elternratgeber

Pubertierende Kinder und andere Probleme beim Erwachsenwerden
 


Flatrate-Saufen und die mediale Aufmerksamkeit

Autor: Doris
abgelegt in: Erziehung

Es ist nicht mehr sooft in den Medien, aber das Phänomen gibt es noch. Minderjährige, die durch übermäßigen Alkoholkonsum ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Was ist seit dem geschehen? Bier und Wein ist noch immer ab 16 Jahren erhältlich und die Flatrate-Partys haben zwar abgenommen, weil sie in die öffentliche Kritik standen, aber sie existieren nach wie vor. Die Öffentlichkeit hat sich aber längst wieder abgewandt.

Auf der einen Seite versteht man die Jugendlichen schon, denn man war ja schließlich auch mal jung. Und auch wir haben schon früher heimlich mal nen Schnaps getrunken. Aber keiner von uns ist im Krankenhaus gelandet!

Vielleicht waren die Flatrate-Partys auch einfach kurz en vogue und alle haben es mal ausprobiert… und gerade Jugendliche machen viele Trends mit.

Flatrate-Saufen © Flickr /Sune Frack
Flatrate-Partys gibt es immer noch.

Aber hat sich die Jugend denn verändert? Ist ihr langweiliger als früher? Brauchen sie mehr Aufregung? Oder brauchen sie schlicht weg mehr Aufmerksamkeit. Das Phänomen “Flatrate-Saufen” ist sicherlich nicht neu, denn auch auf Partys war immer genug Alkohol vorhanden.  Ein Verbot würde das Problem doch eher verstärken und wenn nicht, dann verfrachtet man das Thema einfach außerhalb der Öffentlichkeit und dann ist guter Rat teuer.

Hängen vielleicht Jugendarbeitslosigkeit, Kinderarmut und dergleichen irgendwie damit zusammen? Ich denke es jedenfalls. Es ist nicht die “böse Jugend”, die von Alkoholverkäufern gelinkt wird oder deren Moral in Grund und Boden gesunken ist. Das wäre nicht nur zu einfach, sondern vor allem ein zu altes Vorurteil. So wurde schon Sokrates wurde damals im antiken Griechenland zum Schierlingsbecher trinken aufgefordert, da er die Jugend verführt haben soll. Zwar nicht mit Alkohol, dafür mit fremden Göttern.

Wo also sind die Ursprünge und die Ursachen? Ich kann hier natürlich kein vollständiges Lösungsangebot unterbreiten, aber ich hoffe ich konnte zum Nachdenken anregen. Gegen den Trend “Aus den Augen – aus dem Sinn!” -sowohl was den Alkoholmissbrauch als auch die Vernachlässigung der Jugend betrifft.Similar Posts:


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