Erziehungsfragen müssen alle Eltern meistern. Einige Familien wissen jedoch nicht wirklich wie sie ihre Kinder richtig erziehen, so dass Rat herangezogen werden muss.
Eine Familie sollte intakt sein, damit Kinder zu erzogenen, selbstständigen und -sicheren Menschen heranwachsen. Die Erziehung und die damit verbundenen Erziehungsfragen müssen alle Eltern meistern. Einige von ihnen sind jedoch mit der Betreuung ihrer Kinder überfordert und brauchen fachliche Unterstützung, z.B. durch das Jugendamt, Vereine/Verbände oder ähnliches.
Erziehungsfragen – Gehen Sie behutsam aber bestimmt vor!
Jede Phase im Leben eines Kindes ist für die Eltern eine Überraschung. Sei es im Kleinkindalter, wenn es sich in seiner Trotzphase befindet, das Schulkind, dass sich seinen Eltern verschließt und nicht redet oder der Teenager in der Pubertät, der gegen seine Eltern rebelliert.
Doch wie löst man solche Erziehungsprobleme? Eltern sollten vor allem zusammenhalten und an einem Strang ziehen. Auch wenn die Eltern getrennt leben und die Beziehung nach Trennung zwischen Mann und Frau gestört ist, sollten sich Mutter und Vater jedoch in Erziehungsfragen gegenseitig unterstützen. Ihr Kind sollte nicht vermittelt bekommen, dass es bei meinem Elternteil mehr Freiheiten hat als bei dem anderen Erziehungsberechtigten.
Schenken Sie Ihrem Aufmerksamkeit und jede frei Minute, die Ihnen zur Verfügung steht. Hören Sie Ihrem Kind zu. Bei schlechten Ergebnissen in der Schule, loben Sie ihr Kind und motivieren es weiter und beim nächsten Mal besser zu machen. Wenn ihr Kind nicht aufräumen möchte, dann stellen Sie einen feste Regeln für ein ordentliches Zusammenleben auf. Typische Elternsprüche wie „Das hab ich dir doch gleich gesagt…“, „Wie sieht es denn hier schon wieder aus?“, „Schon wieder eine schlechte Note.“, „Musst du immer das letzte Wort haben?“, „Wir meinen es doch nur gut…“, „Nicht gleich!Sofort!“, „Da musst du beim nächsten Mal mehr lernen!“ usw. demotivieren die Kinder.
Wenn diese simplen Regeln eingehalten werden, dann steht einer vernünftigen und stressfreien Erziehung nichts im Wege. Falls Sie jedoch überfordert sind, dann holen Sie sich fachlichen Rat und Unterstützung!
September 9th, 2010 um 09:34
Hallo und Moin!
Ich bin von Beruf staatl. anerk. Erzieher und arbeite seit nunmehr 18 Jahren in der stationären Jugendhilfe mit “schwer erziehbaren” und verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen.
Seit ca. 6 Jahren haben wir unser Gruppenkonzept um den Schwerpunkt “Elternarbeit” erweitert und seither gute Erfahrungen gemacht.
In erster Linie geht es darum, auf Elternebene schwierige Situationen zu entspannen und die Erwachsenenebene wieder herzustellen.
Durch wöchentliche Gespräche mit den Eltern und einer damit verbundenen Stärkung der elterlichen Kompetenz, versuchen wir, ein Zusammenleben der Eltern mit ihrem Kind möglich zu machen.
Ganz entscheidenden Einfluss bei der Erziehung hat natürlich die eigene Sozialisation – jeder gibt das, was er kann; was er von seinen Eltern vermittelt bekommen hat – verbal oder nonverbal – im Guten, wie im Schlechten!
Wenn ich zum Beispeil meinen Vater als massiv grenzsetzend erlebt habe, woher soll ich dann wissen, wie man sich selber als fürsorglicher (liebevoller) Vater verhält?
Dies nur in aller Kürze – aber das sind Themen, mit denen wir die Eltern auch konfrontieren, damit sie andere Bilder von Erziehung bekommen, als die, die sie bis jetzt verinnerlicht oder vermittelt bekommen haben.
Das ist ein langer, manchmal zäher Prozess und ändern können wir die Menschen nicht – nur vielleicht dabei helfen – wenn sie es wollen.
Den Kindern JEDE freie Minute zu schenken, kann von den Kindern auch leicht missverstanden und als Kontrolle oder Misstrauen empfunden werden. Aber es ist zugegebener Maßen wichtig, zu zuhören – bloß halt im richtigen Moment (aber wann ist dieser richtige Moment?).
Manchen Eltern hilft es, sich konkret in die eigene Pubertät zurückzuversetzen (Wie war das damals? Wie war ich selber drauf? Wie haben meine Eltern reagiert? Und wie stehe ich heute dazu?)
Ein gewisses Maß an Gelassenheit wünsche ich vielen Menschen.
Und immer wieder im Guten zu den Kindern Kontakt aufnehmen – auch wenn es verdammt schwer fällt! Geduld und Spucke sagen wir hier in Ostfriesland.
Diese schwierige Phase geht auch wieder vorbei – das wissen wir ja selber aus eigener Erfahrung.
Ein Austausch mit anderen Eltern gleichaltriger Kindern ist gut – man bekommt Vergleichsmöglichkeiten (Wie machen die das?)
Und falls alle Stricke reißen, kann man sich immer noch profesionelle Hilfe holen!
Alles in allem ein lesenswerter, wenn auch vielleicht zu kurzer Bericht von Ihnen, Doris! Ich stimme Ihnen in vielen Belangen zu, wenngleich es an manchen Stellen sehr allgemein formuliert wurde.
Mit freundlichen Grüßen aus Ostfriesland
Henric